Regieteams

Romy Schmidt

Romy Schmidt

Regie

Romy Schmidt ist seit der Spielzeit 2015/2016 Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des PRT Bochum.

 

Romy Schmidt wuchs im Osten Deutschlands auf und studierte Kommunikations- und Medienmanagement an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Sie war Stipendiatin der Drehbuchschule Interspherial Pictures Stuttgart in Screenwriting. Romy Schmidt verfolgte bereits während ihres Studiums den Weg über die Regie- und Dramaturgieassistenz zur Theaterregie. Als Regisseurin war sie seit 2009 am E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg, am Landestheater Voralberg Bregenz (A) am Staatstheater Darmstadt, am PRT Bochum sowie der freien Szene/Rundlauf Bochum mit zahlreichen Inszenierungen vertreten.

2012 entschied sich Romy Schmidt aus künstlerischer Neugier für das Ruhrgebiet und arbeitete seit Anbeginn mit ihren künstlerischen PartnerInnen Sandra Schuck und Frank Weiß.

 

Am PRINZREGENTTHEATER inszenierte sie bei ihrer Vorgängerin Sibylle Broll-Pape in eigener Fassung Iphigenie auf Tauris, Wajdi Mouawads Die Durstigen, Tim Etchells Dass nach dem Tag die Nacht kommt , Tschick von Wolfgang Herrndorf sowie Die Verwandlung in einer eigenen Fassung von Frank Weiß.

Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählen New electric ballroom von Enda Walsh, Der Sandmann von Andreas Jungwirth, Bar von Spiro Scimone und Die Schneekönigin in eigener Autorenschaft am Staatstheater Darmstadt, Peer Gynt in einer Fassung von Frank Weiß am PRT Bochum sowie Die Ballade vom Hausen von Schuckweiss für den Rundlauf Bochum.

 

2017 gewann ihre Inszenierung von Die Schöne und das Biest von Katie Mitchell und Lucy Kirkwood den 1. Platz des nachtkritik.de-Theatertreffens.

 

Romy Schmidt und ihr Team verstehen sich als Teil eines jungen, professionellen und kreativen Netzwerks. Sie arbeiten stetig an der Entwicklung des Kreativ.Quatiers Prinz Regent. Mit einem starken (freien) Ensemble und Teamgeist stellt sich das PRT die Aufgabe, die eigene Theaterkunst immer wieder neu zu hinterfragen und zu ergründen. Künstlerische und ideelle Kooperationen bestehen u. a. mit dem Institut für populäre Musik, der Regieklasse der Folkwang Universität der Künste, der Musikschule Bochum, der Zukunftsakademie NRW, dem Musiklabel KALAKUTA SOUL und der freien Szene Bochum.

Frank Weiß (Gast)

Dramaturgie

Frank Weiß, geb. 1972, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg Drehbuch. Er entwickelte zahlreiche Spielfilme und Serienkonzepte für fast alle deutschen Sender. 2000 gewann er den Sat.1 Talents Award für das beste Sitcom-Konzept. Von 2006 an war er Chefautor der Pro7 Serie Unschuldig, die als erste deutsche Fictionserie komplett nach dem amerkianischen Writers' Room Prinzip entwickelt wurde. Seitdem gibt er Workshops zum Prinzip des Writers' Rooms, unter anderem beim Erich Pommer Institut, dem bayrischen Rundfunk und der Film Universität Babelsberg.  Seit 2013 arbeitet er dramaturgisch eng mit Romy Schmidt zusammen. Für Tschick führte er Videoregie und für die Ballade vom Hausen schrieb er zusammen mit Sandra Schuck die Texte. Für Die Verwandlung und Peer Gynt erstellte er zuletzt die Stückfassungen und betreute die Inszenierungen dramaturgisch. In der Spielzeit 2015/16 debütierte er mit Herrndorfs Bilder deiner großen Liebe als Regisseur am PRINZREGENTTHEATER.

Für die Eröffnung der 2. Spielzeit zum Thema WIR? hat Frank Weiß eine eigene Fassung für Kleists Michael Kohlhaas erarbeitet und ist Regisseur des Abends. In der zweiten Spielzeithälfte inszeniert er die deutsche Erstaufführung von Philip Ridleys Tender Napalm.

 

Sandra Schuck

Sandra Schuck (Gast)

Bühne, Kostüme, Fotografie und Grafik

Sandra Schuck ist seit über 20 Jahren als Fotografin und Filmemacherin tätig. Für Auftragsarbeiten, Foto- und Videoreportagen bereiste sie die Welt: Europa, Orient, USA, Asien, Afrika. Mit der Konzeptkünstlerin Simone Westerwinter realisierte sie Videos, Performances, Fotoarbeiten und Installationen. In den Jahren 2000 bis heute arbeitete Sandra Schuck mit der Schauspielerin Gabriela Weber. Als VIDEOTOURISTEN präsentierten sie ihre preisgekrönten Kurzfilme auf internationalen Film- und Medienkunstfestivals. Zwischen 2009 und 2014 produzierte sie für den Musiker Uwe Schenk den jeweiligen Eröffnungsfilm zu dessen monatlicher Live-Show in Stuttgart. Ihre neuesten Videoarbeiten entstanden während der 65. Berlinale 2015 in Zusammenarbeit mit der Medienkünstlerin Marion Pfaus aka Rigoletti. Für das PRINZREGENTTHEATER, speziell in Inszenierungen von Romy Schmidt, schuf sie mehrfach die Bühne, die Ausstattung und das Kostümbild. Die Ballade vom Hausen ist ihre erste Textarbeit. Gemeinsam mit Frank Weiß (Autor, Dramaturg) schrieb sie 2014 dieses Bühnenstück für den Rundlauf in Bochum (Regie Romy Schmidt). Sandra Schuck prägt im Team mit Romy Schmidt und der Grafikdesignerin Katja Prien das neue Erscheinungsbild des Theaters.

Sandra Schuck ist für das gesamte Artwork des PRINZREGENTTHEATERS unter neuer Leitung verantwortlich, hat die Bühne und Kostüme für Peer Gynt, Bilder deiner grossen Liebe, und Sommerfest geschaffen und die Prinzbar entworfen. In der Spielzeit 2016/17 entwirft und fertigt sie die Kostüme und das Bühnenbild für Michael Kohlhaas, Die Schöne und das Biest, Tender Napalm und Angst essen Seele auf.

www.sandraschuck.de

Sibylle Broll-Pape (Vorstand)

Sibylle Broll-Pape studierte Mathematik, Informatik und Anglistik an den Universitäten Dortmund und Bonn und legte das 2. Staatsexamen in den Fächern Mathematik und Anglistik ab. Sie arbeitete seit 1983 in verschiedenen freien Theatergruppen in NRW als Regisseurin, Dramaturgin und Produzentin, schwerpunktmäßig im multimedialen Bereich.

1991 gründete sie das PRINZREGENTTHEATER in Bochum und leitete es ab 1995. Seit 2003 ist sie zudem als freie Regisseurin an Theatern im deutschsprachigen Raum tätig. Sie inszenierte u.a. Werke von Moritz Rinke (Der Mann, der noch keiner Frau Blöße entdeckte, 1999), von Roland Schimmelpfennig (z.B.: Die arabische Nacht, 2001), von Peter Turrini (Die Eröffnung, 2007), von Julien Green (Süden, 2012), von Friedrich Schiller (Kabale und Liebe, 2012), von Leo Tolstoi/Armin Petras (Anna Karenina, 2013). In ihrer letzten Spielzeit in Bochum inszenierte sie u.a. Orest in der Bearbeitung von John von Düffel und Shakespeares Macbeth.

Sie war von 1996-1998 Vorstandsmitglied der Kooperative Freier Theater und Festivalleiterin von Theaterzwang 2000. Sie erhielt mit ihren Inszenierungen diverse Einladungen zu Festivals im In- und Ausland, u.a. zu den Impulsen 1999 und 2001. Ab der Spielzeit 2015/16 leitet Sibylle Broll-Pape das ETA Hoffmann Theater in Bamberg.

Holger Wagner

Michaela Kuczinna (Gast)

Regie

Michaela Kuczinna studierte in Bochum und London Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Anglistik, Soziologie, Drama und Media Arts. In den 1990er Jahren war sie Dramaturgie- und Regieassistentin in New York und Bochum, wo Sie am Schauspielhaus auch Jugendclubs leitete. Sie arbeitete mit RegisseurInnen wie Brenda Lynn Bynum, Chuck Goforth, Leander Haussmann und vor allem Dimiter Gotscheff zusammen.

Michaela Kuczinna debutierte mit Me, Myself and I (Studio Theatre London) als Regisseurin. In Bochum inszenierte sie in Kooperation mit den Bochumer Symphonikern Peer Gynt und Sommernachtsträume, bevor sie für einige Jahre in den Schuldienst wechselte.

Seit 2012 arbeitet sie am Theater Oberhausen. In ihrer Funktion als Leiterin der Bürgerbühne realisiert sie dort Projekte mit Menschen jeglicher Herkunft und jeden Alters. Mit der Spielzeit 2016/17 übernimmt sie die Leitung von grubengold.

Sandra Schuck

Sylvia Fadenhaft (Gast)

Ausstattung

Sylvia Straub wurde 1986 in Italien geboren und wuchs in Bayern auf.
Mit Auszeichnung absolvierte sie ihre Ausbildung zur Maßschneiderin in einem Haute Couture Atelier. Als Theaterschneiderin war sie unter anderem am Staatstheater Darmstadt und am Schauspielhaus Bochum angestellt. Seit dem Sommer 2015 ist sie staatlich geprüfte Modedesignerin. Im Wintersemester 2015/16 nimmt sie ihr Studium an der FH Dortmund im Fachbereich Objekt und Raum Design auf.
Unter dem Namen Sylvie Fadenhaft ist sie bisher freiberuflich tätig. Im Jahr 2012 und 2013 arbeitete sie als Kostümbildnerin unter anderem für das SAE Institut Stuttgart. 2013 war sie im Organisationsteam des Kunst- und Kulturfestivals Rundlauf Bochum. Im selben Jahr stellte sie als Künstlerin beim Rundlauf Bochum und Zeitzeug Festival aus. Außerdem verwirklichte sie Projekte in Zusammenarbeit mit Studenten des Studiengangs Physical Theatre der Folkwang Universität. 2014 entwarf sie für die Regisseurin Romy Schmidt die Ausstattung für Die Ballade vom Hausen und Die Vögel. Am PRINZREGENTTHEATER hat sie die Bühnen- und Kostümbilder für Farm der Tiere, Bilge Nathan und grubengold (Spielzeit 2015/16) sowie für Momo (Spielzeit 2016/17) entwickelt.

Kerstin Sommer

Regieassistenz / Übersetzung

Kerstin Sommer wurde im Rheinland geboren.
Nach dem Abitur verbrachte sie ihre Studienzeit in Großbritannien (BA Theatre and Performance, University of Plymouth, MA Theatre and Contemporary Practice, University of Hull, PGCE in Post-Compulsory Education, Oxford Brookes University). Von 2007 bis 2010 arbeitete sie als English language trainer bei mehreren internationalen Firmen und machte parallel ihren Abschluss als Theaterpädagogin BUT an der Akademie off-Theater in Neuss.
Es folgte eine Hospitanz am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf, woraufhin sie zum ersten Mal am PRT als Regieassistentin engagiert wurde. Es folgten Engagements als Regieassistentin (Acting-Up Productions), Tourleiterin (Galadinner) und Theaterpädagogin (Burgfestspiele Bad Vilbel). Seit der Spielzeit 2012/13 arbeitet sie wieder als Regieassistentin am PRINZREGENTTHEATER. Für die deutschsprachige Erstaufführung am PRINZREGENTTHEATER hat Kerstin Sommer das Werk Tender Napalm von Philip Ridley aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

 

Uwe Schenk (Gast)

Musik

Uwe Schenk studierte in Amsterdam Popularmusik mit Hauptfach Klavier und arbeitet als freischaffender Musiker, Komponist und Musikproduzent auf der Bühne und im eigenen Tonstudio.

Nach seinem Abschluss zum Diplom-Musiker kehrt Uwe Schenk 1992 aus den Niederlanden zurück und ist bis 1994 als Musikpädagoge und als Pianist in zahlreichen Jazzformationen tätig. Ab 1996 begleitet er einige Jahre die Vocal-Formation Honey Pie mit zahlreichen Auftritten und CD-Produktionen.
Mit dem Aufbau des FROOTLOOP-Tonstudios erfüllt er sich Mitte der 90er Jahre den Wunsch, musikalische Ideen jederzeit problemlos umsetzen zu können.

Bis heute entstanden zahlreiche Filmmusiken für Kino, Funk und Fernsehen, Hörspiele, Hörbücher und Hörstationen sowie Auftragsarbeiten für Industriekunden. 2001 bezieht Uwe Schenk im Stuttgarter Osten das neu errichtete uwartonstudio. Das wichtigste Bühnenprojekt der Jahre 2000 bis 2008 ist das Count Baischy Orchester um den Sänger und Comedian Roland Baisch mit Auftritten quer durch Deutschland. Konzept der fünfköpfigen Band ist eine zeitgemäße Verschmelzung von Stand-up-Comedy und Musik, ohne in überkommene Strukturen zu verfallen. Gleichzeitig nimmt das interdisziplinäre Arbeiten einen immer größeren Stellenwert ein: Gemeinsam mit dem Künstler Frank Hesse entsteht die Videoarbeit Germania, einige Kurzfilme mit den Videotouristen und die Mini-Oper Ja bis 24 Uhr mit Simone Westerwinter und Sandra Schuck.

Dorothee Schuhmacher

Dorothee Schumacher (Gast)

Bühne und Kostüme

 

Dorothee Schumacher studierte Objektdesign an der Fachhochschule Dortmund und an der Universität de Barcelona (Facultat de Belles Arts). Von 1996 bis 2000 war sie Mitarbeiterin und feste Assistentin für Bühne und Kostüm unter Leander Haussmann am Schauspielhaus Bochum und von 2000 bis 2003 an der Oper und am Schauspielhaus Dortmund unter Christine Mielitz und Michael Gruner. Seit 2003 ist Dorothee Schumacher als freie Bühnen- und Kostümbildnerin tätig. Ihre Arbeit führte sie in den letzten Jahren mehrfach zurück nach Dortmund. So entwarf sie 2006 Bühne und Kostüme für „Medea“ am Schauspielhaus Dortmund; 2008 die Kostüme für die „Cavalleria Rusticana“ in der Oper Dortmund. Für das Ballett Dortmund war sie für Bühne und Kostüme der Produktion „Manon Lascaut“ mitverantwortlich. 2005 kreierte sie an der Opera de Oviedo in Spanien die Kostüme für „Tannhäuser“. Mit Kobie van Rensburg verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit, so für „Le Nozze di Figaro“ in Krefeld oder die Monteverdi-Trilogie am Landestheater Niederbayern, wie auch für „Die Zauberflöte“ an der Oper Münster.

Unter der Regie von Stefan Tilch entstand im Januar 2016 an der Pfalzoper Kaiserslautern die Aufführung „Eugen Onegin“, sowie die Rockoper „Jesus Christ Superstar“ an dem Landestheater Niederbayern im November 2016.

Daniel Brandl

Daniel Brandl (Gast)

Musikalische Leitung und Komposition

 

Daniel Brandl studierte Cello und Gitarre am Konservatorium in Arnheim und bewegt sich seit seinem Abschluss auf verschiedensten Feldern der improvisierten Musik.

Im Januar 2016 veröffentlichte er sein neues Album Solo II, welches die, in seinem ersten Album aufgezeichnete, Richtung konsequent weiterführte.

Unter anderem machte er Musik für die Inszenierung Nichts. Was im Leben wichtig ist am Theater Oberhausen und die Tanztheaterproduktion Übergang am Theater am Gleis in Winterthur (CH).
Dabei reizen ihn vor allem Grenzfälle; das Verhältnis von Geräusch und Klang, die Spannung zwischen Improvisation und Organisation.

Er ist in verschiedenen Filmmusikproduktionen zu hören, u.a. Lion (musikalische Leitung Hauschka) und Junges Licht (musikalische Leitung Tommy Finke)

Er tritt häufig mit seinem Soloprojekt auf, spielt aber auch bei verschiedenen Bands, unter anderem bei Patricia Kelly, Tommy Finke, dem Mundorgelproject am Schauspielhaus Dortmund und der Hip-Hop Band Beasting.
Bei Grubengold ist er für die musikalische Leitung verantwortlich.