HUNGER

von Knut Hamsun

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„Es war in jener Zeit, als ich in Kristiania umherging und hungerte, in dieser seltsamen Stadt, die keiner verlässt, ehe er von ihr gezeichnet worden ist.“ (aus HUNGER von Knut Hamsun)

HUNGER erzählt vom Überlebenskampf eines jungen Mannes in der norwegischen Stadt Kristiania – dem heutigen Oslo – Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist die Geschichte eines Menschen, der Hunger leidet, aber sich vor Essen ekelt und Nähe sucht, obwohl er diese nicht erträgt. Verzweifelt schreibt er gegen die Armut an: Wenn er hin und wieder einen Artikel an eine Zeitung verkaufen kann, dann ist immerhin eine Mahlzeit oder ein Obdach für die Nacht sicher.

Diese Bühnenadaption des Romans von Knut Hamsun thematisiert das Scheitern an den eigenen Ansprüchen, die schonungslose Selbstentblößung, die Zurschaustellung des Schmerzes als oppositionellen Akt. Die Parallelwelt des Prekariats, vor der man allzu gern die Augen verschließt, wird theatral sichtbar.

Knut Hamsun, 1859 geboren, verarbeitete in diesem Debutroman seinen eigenen beschwerlichen Beginn als Schriftsteller, bevor er als Träger des Literaturnobelpreises den Literaturskandal Norwegens auslöste: Hamsun sympathisierte mit dem Nationalsozialismus. Ein Bekenntnis, das ihn ähnlich rätselhaft und verquer erscheinen lässt wie einige seiner Romanfiguren.

Informationen zum Vorstellungsbetrieb unter der aktuellen Corona-Schutzverordnung finden Sie hier.

Trailer: Peter Wedel - © PRT

Mit: Oliver Möller

Regie und Spielfassung: Jochen Langner
Sound-Design: Manuel Loos
Regieassistenz: Merle Pätsch

Fotos: © Thorsten Schnorrbusch