IM BRUNNEN

FLUXUS AUS DER ZWISCHENZEIT

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Die FLUXUS-Bewegung beeinflusste seit den 1960er-Jahren vielfältige Kunstformen aus einem antiautoritären, antikapitalistischen Impetus, Aktionskunst in Abgrenzung zum bürgerlichen Kunstbegriff hin zu einer Auflösung der Kunst in die alltägliche Erfahrungswelt. FLUXUS experimentiert mit Darstellungsformen der Performance, des Tanzes, Musik, Fotografie, Film, Skulptur, Literatur, Grafik und Printmedien in alogischen, skurrilen oder seriellen Zusammenhängen. Die Bochumer GALERIE INGE BAECKER galt in den 1970er-Jahren als Hochburg der deutschen FLUXUS-Bewegung. Als Sensation galten die von der Galerie im Einkaufszentrum RUHR PARK veranstalteten KUNSTWOCHEN.

Um an die Bochumer Tradition des FLUXUS anzuknüpfen, wird im PRINZ REGENT THEATER eine Performance realisiert, die nach den geschriebenen und ungeschriebenen Regeln des FLUXUS erarbeitet und per Live-Stream aufgeführt wird.

Ausgangspunkt ist der Gedanke, allein in einem Brunnen zu sein. Der Brunnen stellt symbolhaft einen Ort der Isolation dar, des Rückzugs, der Erinnerungen und der Todeserfahrung, vielleicht sogar – wie nicht selten in der Literatur – einen Ort der märchenhaften Verwandlung oder ein Tor zu einer anderen Welt? Im Mittelpunkt der Performance steht das Repetitive des Alltags, Wiederholungen von Gedanken, Geräuschen und Handlungen, das Verfestigen von neu erlernten Routinen sowie der Versuch der Flucht aus ihnen. Es paaren sich Routinen, Neurosen, Rituale, Magie, Nippes und Nonsens zur Bannung des äußeren und inneren Chaos, gegen den Kontrollverlust. Im Vorfeld der Performance findet der gemeinsame Bau einer Brunnen-Maschine statt – ein installativ-akustisches Röhrensystem und Netzwerk der Isolierten, das die einzelnen Brunnen der Beteiligten verbindet.

Gezeigt werden drei Durchgänge des FLUXUS-Projekts, die eine geschätzte Dauer von 15 bis 20 Minuten haben. Für jeden Durchgang sind Karten separat erhältlich. Da sie ästhetisch sehr unterschiedlich zu werden versprechen, empfiehlt sich durchaus der (online-) Besuch mehrerer oder aller Durchgänge. Mit Kauf eines Tickets erhalten Sie unentgeltlich einen Link zur Live-Übertragung der Einrichtung und Probe am Vortag, Samstag, 20.03.21 in der Zeit von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Erarbeitet wird IM BRUNNEN als Corona-bedingtes Interimsprojekt vom HUNGER-ENSEMBLE, den Beteiligten der Produktion HUNGER nach dem Roman von Knut Hamsun, die ihre PRT-Premiere planmäßig am 23. April 2021 feiern soll.

Als Motto der Arbeit dienen die Worte der Kunsthistorikerin Sabeth Buchmann: WENN SONST NICHTS KLAPPT, WIEDERHOLUNG WIEDERHOLEN.

So gelangen Sie zu dem Zugangslink des Live-Streams (6,-€ zzgl. VVK-Gebühr):

Den Zugangslink erhalten Sie, wenn Sie online bei uns ein Ticket kaufen. Sie werden von unserer Webseite auf den Shop von TicketPay weitergeleitet.

Bitte beachten Sie dabei: Der Link wird Ihnen von TicketPay in der E-Mail mit der Bestellbestätigung mitgeteilt. Dort können Sie die Daten auskopieren. Bitte sehen Sie auch unbedingt in Ihrem SPAM-Ordner nach, ob die E-Mail vielleicht dort gelandet sein könnte.

Wichtig zu beachten: Auf dem Print@home-Ticket ist dieser Zugangslink NICHT vermerkt - lediglich in der TicketPay-Bestellbestätigungs-E-Mail. Leider können wir den Online-Verkauf und die Weitergabe des Zugangslinks nicht anders lösen.

Konzept: Jochen Langner

von & mit dem HUNGER-Ensemble:
Jochen Langner
Manuel Loos
Oliver Möller
Merle Pätsch

 

IM BRUNNEN - FLUXUS AUS DER ZWISCHENZEIT wurde mit Mitteln des "Bochumer Kulturschirms zwei" des Kulturbüros Bochum realisiert.